6# UCI WC_Lenzerheide_2019

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Defekt verhindert top Resultat
Sophie von Berswordt war beim Weltcup in Lenzerheide drei Runden auf Kurs Top 15, doch dann wurde sie von einem Defekt noch auf Platz 22 zurückgeworfen. Ramona Forchini landete auf Platz 26, während bei Max Foidl mit Platz 34 im Herren-Rennen eine Aufwärtstendenz festzustellen war.
Sophie von Berswordt zeigte einmal mehr eine erstaunliche Vorstellung. Auf dem Kurs, auf dem sie als U23-Fahrerin mit Rang sechs ihr bestes Resultat erzielt hatte, war die Niederländerin nach drei Runden auf Position 15 unterwegs. Dabei hatte sie sich von Platz 21  nach einer Runde immer weiter nach vorne gefahren.
Doch dann statuierte der Kurs an der Rothorn-Bahn als Defekt anfälliges Terrain auch an ihr ein Exempel. Sie verlor Luft aus dem Reifen. „Es war nicht leer, aber da war nicht mehr viel Luft übrig“, berichtete von Berswordt. Nach dem Wechsel war sie auf Platz 20 zurückgefallen. „Dann hatte ich aber nicht mehr die Kraft, um zurück zu kommen.“
Verständlich nach „sechs harten Wochen“, mit vier Weltcup-Rennen, Niederländischen Meisterschaften und Europameisterschaften. „Ich habe alles gegeben und kann zufrieden sein“, meinte sie. Immerhin war es ein 22. Rang, 5:56 Minuten hinter Siegerin Jenny Rissveds aus Schweden (1:21:09).
Ramona Forchini kam 1:11 Minuten später als 26. ins Ziel und hatte das großartige Schweizer Publikum immerhin ein wenig genießen können. „Ich habe einen guten Rhythmus gefunden und bin technisch auch gut durchgekommen“, bilanzierte Forchini.
Für Lisi Osl bedeutete Rang 41 (+10:09) nicht das, was sie sich erhofft hatte. Sie zeigte sich eher enttäuscht über das Resultat, das für sie kein Fortschritt bedeutete.

Herren: Foidl fährt konstant
Max Foidl gelang es auf der Lenzerheide ein konstantes Rennen zu fahren. Er bewegte sich in Gruppen zwischen Rang 40 und 31 und am Ende stand ein 34. Platz zu Buche, der schon deutlich besser als Rang 49 im Val di Sole. 5:57 Minuten Rückstand auf Sieger Mathieu van der Poel (Niederlande, 1:17:50) wurden gemessen.
„Das ist auf jeden Fall ein guter Schritt“, meinte Foidl dazu. „Eigentlich, glaub ich, dass das schon lange drin war, aber da sind ein paar Sachen einfach schief gelaufen. Ich bin echt froh. Das ist auf jeden Fall ein akzeptables Ergebnis und Motivation für die WM.“
Marcel Guerrini machte im zweiten Rennen nach seinem Comeback eher einen Schritt zurück. Nach der ersten Runde war er nur an Position 100 zu finden, doch der Vormarsch gelang nicht so gut wie in Italien. Letztlich wurde er an 85. Position wegen Überrundungs-Gefahr mit der 80-Prozent-Regel aus dem Rennen genommen.
„Es war halt sehr schwierig von ganz hinten nach vorne zu kommen“, meinte Guerrini. Auf der Runde in Lenzerheide sicherlich schwerer jedenfalls als im Val di Sole. „Aber es fehlt halt sehr viel nach der langen Verletzungspause.“

U23: Casey South gelingt ein starkes Rennen
190811 36155 by Sigel SUI Lenzerheide XCO MU SouthCWährend Fabio Püntener diesmal nicht an seine zuletzt so starken Leistungen anknüpfen konnte, sprang Casey South in die Bresche. Als 28. (+4:16) verpasste er die Punkteränge (Top 25) nur um 22 Sekunden.
In der Startphase konnte er sich gut behaupten und verlor keine Positionen. „Ich bin cool geblieben und habe meinen Rhythmus gefunden“, erzählte South. So marschierte er unentwegt nach vorne, überholt in der vorletzten Runde Teamkollege Püntener und parkte auch dann noch nicht. Letztlich hatte er 20 Fahrer überholt und verzeichnete beim Sieg seines Schweizer Landsmanns Filippo Colombo (1:09:00) sein bestes Weltcup-Resultat. Kein Wunder, dass er im Ziel überaus gut gelaunt neben seinem Teamgenossen stand.
Der musste konstatieren, dass „die Beine nicht so gut“ waren wie zuletzt. Bis Position 27 war er von 55 nach vorne gefahren. „Da ging nichts mehr, die Beine waren völlig sauer. Ich dachte, wenn ich ein wenig raus nehme, dann kann ich noch mal nach vorne fahren, aber in der letzten Runde hatte ich dann noch platt“, erzählte Püntener. „Das war nicht das, was ich mir erhofft hatte“, meinte er zu Rang 36 und 5:02 Minuten Rückstand.

Sophie von Berswordt gab am Freitag den Short Track-Wettbewerb nach vier Runden auf. Wenn man ihre Leistung am Sonntag betrachtet, war das die richtige Entscheidung. Elisabeth Osl bleibt auf Kriegsfuß mit dieser Disziplin. Sie landete auf Platz 36.
Ramona Forchini hatte auf das Short Track am Freitagabend verzichtet, um sich ein wenig zu schonen.

Lara Krähemann musste auf ihren Start, leider, verzichten. Ein Sturz und seine Folgen beim EM Strassenrennen in Alkmaar, verhinderten den Start.